09. September 2010
 

Reportage

Der Polen-Express

Szenen einer Fahrt ins Wirtschafts-Wunderland

Vom Sorgenkind zu Europas Musterknaben: Fast unbeschadet hat Polen die globale Krise gemeistert. Wie war das möglich? Fragen wir doch die Polen selbst! AKTIV hat das getan – im proppenvollen Zug von Berlin nach Warschau. Still und leise hat sich Polen zum ökonomischen Musterknaben empor geackert. Als einziges EU-Land konnte Polen letztes Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent der Krise trotzen.

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Wettbewerb

Knusper, knusper, knausern …

Wie Discounter den Bäckern das Geschäft versemmeln

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks hat Aldi Süd vor das Duisburger Landgericht gezerrt und einen skurrilen Streit um die Herstellung von Backwaren entfacht. Der Discounter steckt vorgefertigte Teiglinge kurzzeitig in einen Ofen und verkauft sie danach als „gebacken“. Von einem Backvorgang könne jedoch keine Rede sein, klagen die Bäcker. Und pochen auf eine andere Bezeichnung.

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Jubiläum

Der Star aus der Schublade

Dünner als ein Menschenhaar und kaum zu ersetzen: Die Alufolie wird 100 Jahre alt

Eine Diva ist sie ja nicht gerade. Meistens spielt sie nur die Nebenrolle, obwohl sie von Natur aus glänzt und glitzert. Auf ihren nächsten Einsatz wartet sie zusammengerollt in der Küchenschublade. Aber jetzt ist es Zeit, sie rauszuholen und mal richtig zu feiern. Unsere Alufolie wird im Oktober 100 Jahre alt! Ihre Wiege stand im Schwarzwald.

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Sie setzen dem Pils die Krone auf

Ein gebürtiger Libanese versorgt vom Rheinland aus die Welt mit Zapfanlagen

Der Mann, der weit über die Hälfte der Zapfanlagen für die deutsche Gastronomie baut – und damit über Druck, Temperatur und Fließgeschwindig- keit des Bieres mitbestimmt, stammt nicht aus München, Warstein oder Bitburg. Nein, er ist gebürtiger Libanese! Er heißt Max Taha und ist Chef von IMI-Cornelius in Langenfeld.

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Arbeiten wie in einer großen Familie

Karl Elektronikbau – der etwas andere Zulieferer

Die Mitarbeiter von Karl Elektronikbau ihre Chefin Rosemarie Karl auf Händen. Ihr Mann Lothar gründete sein Unternehmen 1980. Rasch entwickelte es sich zu einem an-erkannten Zulieferer der Elektronik-Industrie mit knapp 40 Mitarbeitern. Als Karl 1999 völlig unerwartet an Herzversagen stirbt, steht der Betrieb vor dem Aus. Doch jetzt, elf Jahre später, beschäftigt er 140 Leute.

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Auch die Ehemaligen machen mit

Wie Veritas sich um den Nachwuchs kümmert

Das Lachen der Kinder ist schon von weitem zu hören. Fußball ist vor allem für die Jungs draußen auf dem Rasen die Lieblingsbeschäftigung. Drinnen steht Handarbeiten auf dem Programm. Ein Ferienkurs für die daheim gebliebenen Mitarbeiterkinder der Veritas AG im hessischen Gelnhausen fand auch in diesem Jahr großen Zuspruch.

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Mehr Spaß mit Technik

Warum Firmen Experimentierkästen in Schulen bringen

„Am liebsten würde ich den Kasten mit nach Hause nehmen“, sagt Mia Elsser, während sie mit Noah Schüler und Lirian Krasniqi wie wild kurbelt: Die drei Grundschüler wollen ihren Mini-Generatoren Strom entlocken, um ein Lämpchen zum Leuchten und einen Ventilator zum Laufen zu bringen. Parkschule in Gaildorf: Schulleiterin Jutta Dannecker hat gerade sieben Technik-Experimentierkästen entgegengenommen.

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Wenn die Reichen stiften gehen

Privates Engagement für die Gesellschaft ist so groß wie nie

Was 40 amerikanische Milliardäre vor wenigen Wochen spektakulär inszenierten, hat auch in Deutschland Tradition: Einen Großteil des eigenen Vermögens für das Gemeinwohl abzutreten. Meistens ganz diskret.„Jährlich werden um die 1.000 Stiftungen ins Leben gerufen“, sagt Hermann Falk vom Bundesverband Deutscher Stiftungen. Seit einigen Jahren verzeichnet er einen regelrechten Boom.

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So entschlossen wie diskret

Elisabeth Hiller ist Werkschützerin bei Audi

Eine Begrüßung und freundliche Worte für jeden, der vorbeikommt, manchmal auch eine Aufmunterung – so versteht Elisabeth-Sofie Hiller ihren Job in der Eingangshalle des Audi-Vorstandsgebäudes. „Klar bin ich ab und zu auch Kummerkasten.“ Zum Beispiel, wenn es zu Hause Ärger mit den Kindern gibt. Seit 16 Jahren arbeitet sie als Werkschützerin am Stammsitz des Autokonzerns in Ingolstadt.

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