05. Februar 2012
 

Metallindustrie

Nicht nur sauber, sondern rein

Bei Friedrich Krombach gibt es etwas, was man sonst nur aus der Chip-Fabrik kennt: einen Reinraum

Im Reinraum: Rainer Wurmbach leuchtet ein Durchlaufventil ab. So sieht er, ob es ganz frei von Fetten ist. Das fordern etwa Kunden aus der Chemie-Branche.

Rainer Wurmbach und Henning Tiepelmann schlüpfen in weiße Kittel, ziehen Handschuhe an. Dann betreten sie einen Raum, der so rein und weiß ist wie ein Kliniklabor. Die beiden arbeiten nicht etwa in einer Chip-Fabrik. Sondern bei einem Metallbetrieb, in der Montage.

Kreuztal. Rainer Wurm-bach und Henning Tiepelmann schlüpfen in weiße Kittel, ziehen Handschuhe an. Dann betreten sie einen Raum, der so rein und weiß ist wie ein Kliniklabor. Die beiden arbeiten nicht etwa in einer Chip-Fabrik. Sondern bei einem Metallbetrieb, in der Montage.

Es ist die Firma Friedrich Krombach in Kreuztal (Siegen-Wittgenstein), Hersteller von Absperrklappen, Ventilen und anderen Reglern für Rohrleitungen. Dort kommt es bei so manchem Auftrag auf penible Sauberkeit an. Wie bei diesem: Derzeit fertigt die Firma Kugelhähne für ein neues Werk des Chemie-Konzerns Wacker.

Absperrklappen für Saudi-Arabien

Der will dort den Grundstoff für Computerchips und Photovoltaik-Zellen herstellen. Wobei die Armaturen von Krombach den Fluss des Rohstoffs Silizium durch die Rohre steuern sollen. Da darf kein Härchen, kein Stäubchen, kein Tröpfchen Fett die Produktion verunreinigen.

Die Kreuztaler liefern nicht nur Produkte, die klinisch rein sind. Im Programm sind auch Armaturen, die hohe Temperaturen und Drücke aushalten. Ideal für Kraftwerke und Chemie-Anlagen. Das Geschäft brummt, einige Abteilungen machen jetzt sogar Überstunden. Und die Nachfrage zieht weiter an: vor allem aus dem Ausland.


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Für besonders gute Stimmung sorgt ein Großauftrag aus Saudi-Arabien, der größte in der Firmengeschichte.

Eine Ölgesellschaft bestellte Absperrklappen für das Feuerlöschsystem ihrer 350 Kilometer langen Pipeline. „In 28 Wochen mussten wir 1.400 Stück ausliefern, das war schon sehr stramm“, erzählt Ayse Öztürk, die das Projekt betreut. „Zumal die Teile mit Kunststoff ausgekleidet und mit Bronzescheiben zu versehen waren: Denn dort löscht man mit Salzwasser.“

Jetzt produziert Krombach die restlichen 380 Absperrklappen. Rund 15 Millionen Dollar bringt die Ausrüstung der Pipeline.

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