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Boomtown Ingolstadt: Der bayerischen Stadt winkt sattes Wachstum. Foto: Caro |
Wohneigentum wird künftig „eine größere Rolle“ bei der Altersvorsorge spielen – das meinen laut Forsa-Umfrage sechs von zehn Bürgern. „Gerade in Krisenzeiten“, so der Branchenverband IVD, „entdecken die Menschen die Immobilie als werthaltige Anlage wieder.“ Allerdings dürfte sich der Wert eines Eigenheims in Lüneburg anders entwickeln als in Suhl...
Das fällt allerdings in Ingolstadt und Landshut leichter als in Gera oder Halberstadt. Warum das so ist und was für andere Orte gilt, erklärt jetzt eine neue Studie aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Sie prognostiziert, wie sich der Immobilienmarkt bis 2025 entwickeln wird. Die komplette Liste für 125 Städte finden Sie hier.
Ablesen lässt sich da die vor allem aus der örtlichen Bevölkerungsentwicklung abgeleitete Nachfrage. Grob vereinfacht formuliert: Weniger Menschen brauchen weniger Wohnraum.
Eine zentrale Annahme ist dabei, dass der Platzverbrauch pro Kopf in Westdeutschland nicht weiter steigt. IW-Experte Michael Voigtländer betont: „Schon seit Anfang des Jahrzehnts ist der individuelle Wohnflächenkonsum relativ konstant geblieben – und zwar in allen Altersklassen.“
So warnt er vor drohenden Wertverlusten: „In Städten mit deutlichem Nachfrage-Rückgang muss auch mit entsprechendem Rückgang der Preise gerechnet werden.“
Das platte Land bleibt in der Studie außen vor. Hier muss man aber auch nicht bis 2025 warten, um fallende Preise zu beobachten. Denn das Volk drängt in die Städte, wie Hartwig Hamm weiß, Verbandsdirektor der LBS-Bundesgeschäftsstelle: „Der Erwerb von Wohneigentum findet immer stärker in besser erschlossenen Ballungsräumen statt – auf diese entfallen inzwischen rund 70 Prozent aller Käufe.“